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Mit Menschen umzugehen ist dann schwierig, wenn man gleichzeitig ehrlich und höflich sein will.

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Faulbaumrinde
Vorbeize mit 15% Alaun
Die Rindenspäne zwei bis drei Tage einweichen, mit dem Einweichwasser auskochen, dauerte den halben Vormittag.
Anschließend durch ein Tuch seihen. (Baumwollwindeln leisten da gute Dienste) Die gewässerte Wolle ohne Farbbeutel eine Stunde köcheln lassen.
Nach dem Rausholen und Abtropfen lassen gab es gleich eine zweite Färbung hinterher. Die wirkt zwar etwas blass, hat aber auch ihren Reiz.
Fürs Lager nicht unbedingt die Färbung erster Wahl, wegen der langen Einweichzeit und Kochzeit.

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Zwiebelschalen
Vorbeize mit 15% Alaun
Zwiebelschalen einige Stunden einweichen und anschließend eine gute Stunde auskochen. Auch das klappte prima mit dem letzten Scheit Holz des Tages. Morgens war alles auf Handwärme abgekühlt. Die Zwiebelschalen abgeseiht und die *Zwiebelbrühe* mit gewässerter Wolle zurück übers Feuer.
Eine halbe Stunde durfte das Ganze kochen. Dann abtropfen lassen und langsam zurück ins Farbbad. Nach weiteren 30 Minuten Kochzeit, die Wolle aus dem Bad rausnehmen und abtropfen lassen. Fertig.
Da ich diesmal keine naturweiße Wolle gefärbt habe sondern hellgraue, wurde das Ergenbis nicht gelb, sondern eher grünlich.
Nicht unbedingt *meine* Farbe, aber vom Ergebnis her interessant.
Aufgrund des Volumens der Zwiebelschalen nur eine bedingt lagertaugliche Färbung.

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Hier die Stränge vorm Spülen und Waschen. Danach kam das *Grün* mehr durch.

Krapp

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Krapp habe ich bereits zu Hause vorgebeizt: Mit 15% Alaun und 6% Weinsteinrahm. Ohne Auswaschen wurde die Wolle getrocknet; Im Lager wurde die Wolle gewässert.

Die Krappwurzeln (1kg) selbst wurden für gut 24 Stunden in reichlich Wasser eingeweicht. Der entstandene Brei wurde geviertelt und mit jeweils einem Strang Wolle von ca 250 gr in den Färbetopf gegeben. Nun war *Spielerei* angesagt: Es sollte heiß sein aber nicht kochen. Nach einer Stunde wurde die Wolle aus dem Topf geholt. Die Wurzelstückchen konnten leicht ausgeschüttelt werden.
Auf diese Weise wurden vier Stränge gefärbt, wobei die letzten beiden geköchelt wurden.
Auch hier gilt: Während des Färbevorgangs ist sanftes Bewegen der Wolle angesagt.

Anmerkung: Eine ideale Lagerfärbung, nicht zuletzt weil die Wurzelstückchen fast von alleine aus dem Färbegut fallen und so außer Waschen keine Nacharbeiten anfallen

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getrocknete grüne Walnußschalen

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unkompliziert und leicht zu färben, da das Beizen entfällt. Durch den Anteil an Gerbsäure in den Schalen ist eine Alaunbeize überflüssig.

500 gr. getrocknete grüne Walnußschalen in Wasser einweichen. Ich lasse das Ganze 24 Stunden stehen.
Anschließend die Schalen im Einweichwasser auskochen. Geht überm Feuer prima. Der Pott kommt mit dem letzten Scheit Holz des Abends übers Feuer und morgens ist die Flotte fertig.
Ich schütte die Schalen durch ein Sieb und führe die ersten beiden Färbungen ohne Farbbeutel - nur in der Brühe - durch.
Dazu 500 gr. gewässerte Wolle für eine Stunde kochend färben. In der Flotte abkühlen lassen, rausnehmen, abtropfen lassen.
Die meisten Pflanzenfärbungen lasse ich erst trocknen und wasche sie danach.
In die gleiche Brühe kommen dann nochmals um die 500 gr. gewässerte Wolle, die auch eine Stunde kochen dürfen.
Während des Kochens wird die Wolle sanft umgerührt damit die Farbe gleichmäßig wird.
Weitere Farbzüge sind möglich indem nun die gekochten Walnußschalen - in Beutel eingebunden - mit in den Topf kommen.

Hier das Ergebnis des zweiten Färbedurchgangs:
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