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Die BLW´s |
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Meine Möglichkeiten zum Färben von Stoff haben sich gebessert und werden wohl noch ein bißchen besser werden. ;-)
Es ist also kein Grund mehr vorhanden, zu bereits gefärbten Stoffen zu greifen.
Unsere Gewandung wird nach und nach auf *pflanzengefärbt* umgestellt. Entsprechend finden sich hier Rezepte ein.
Tolle Stoffe zum Färben gibt es bei: www.naturtuche.de
Krapp
gefärbt wurde ein Wollstoff, 400cm x 145cm, Trockengewicht 1254gr.
Los ging es mit Beizen ca. 1 Woche vorm gewünschten Färbetag
(Gebeizt wurde mit 15% Alaun, 6% Weinsteinrahm)
Ein Tag vorm Färben werden die Krappwurzeln in reichlich Wasser eingeweicht - am Besten über Nacht.
Am Färbetag selbst, kommt der Krappbrei zusammen mit dem Stoff und ausreichend Wasser in die Zinkwanne.
Während von unten eingeheizt wird, bleibt der Stoff oben in Bewegung.
Aufgeheizt wird das Ganze auf ca 60-80°C. (Höhere Temperatur verändert die Farbe Richtung braun) Diese Temperatur wird etwa eine Stunde lang gehalten.
Färbegut aus der Flotte nehmen, aufhängen und trocknen lassen.
Nach dem Trocknen wird das Ganze in der Waschmaschine durchgewaschen.
Leider sind meine Möglichkeiten zum Färben von Stoffen beschränkt. Mir fehlen neben den passenden Pötten auch die dazu passende Hitzequelle. Der alte Kessel, der bei unserem Einzug hier noch vorhanden war, wurde entsorgt, weil ich mir damals keine Verwendungsmöglichkeit dafür vorstellen konnte. Heute schon...
So bleibt mir nur das Färben von kleineren Stoffmengen.
Die passen prima in den elektrischen Einwecktopf und haben dort ausreichend Platz zum Schwimmen und *Faltenfärben* entfällt.
Ich mag zwar pflanzengefärbte Stoffe ebenso gerne wie pflanzengefärbte Wolle, aber auch am Stoff mag ich es lieber gleichmäßig und soweit wie möglich fleckenfrei.
Größere Mengen Stoff kann man wunderbar bei www.wollstoff.de kaufen und färben lassen.
Zwiebelschalen
gefärbt wurde ein Wollstoff, leinwandgewebt Größe ca. 160x160 cm, Trockengewicht 334 gr.
Dazu habe ich knapp 700 gr. getrocknete braune Zwiebelschalen in reichlich Wasser eingeweicht, über Stunden stehen gelassen und anschließend im Einwecktopf ausgekocht.
Während das Ganze abkühlen durfte, wurde im zweiten Einwecktopf der Stoff fürs Färben vorbereitet und mittels 15% Alaun eine Stunde köchelnd gebeizt.
Nachdem der Stoff aus der Beize genommen und abgekühlt war durfte er ins - mittlerweile abgekühlte und von Zwiebelschalen befreite - Farbbad.
Unter fast ständigen sanftem Bewegen und Wenden des Stoffes wurde die Färbeflotte wieder erhitzt und eine Stunde lang kochen lassen. Nun war der Farbvorgang beendet und der Stoff durfte zum Austropfen und Abkühlen an die frische Luft. Es folgten drei Spülgänge, ein Waschgang und nochmal zwei Spülgänge. Nach dem abschließenden Trocknen sah der Stoff dann so aus:
Und nochmal eine Detailaufnahme:




